Iquitos im Japan-Cup ohne Möglichkeiten

(26.11.2017/GR/wis) Im mit 4,9 Millionen Euro dotierten und über 2400 Meter führenden Japan-Cup (Gruppe I), einem der bedeutendsten Rennen der Welt, waren die beiden deutschen Vertreter ohne Chance.

Im 17-köpfigen Feld belegten am frühen Sonntagmorgen deutscher Zeit Stall Ullmanns Guignol (Filip Minarik) aus dem Bergheimer Quartier von Jean-Pierre Carvalho und Stall Mulligans Iquitos (Daniele Porcu) aus dem Stall von Neue Bult Coach Hans-Jürgen Gröschel die Plätze neun und 15. Die mit umgerechnet rund 2,27 Millionen Euro dotierte Siegbörse ging an den Japaner Cheval Grand (Hugh Bowman).

Während Guignol (stand am Toto ca. 700:10) an dritter Position stets eine günstige Position vorfand, doch Mitte der Zielgeraden ausgespielt hatte, kam Iquitos (trat zu einer Quote von über 1.200:10 an) vom vorletzten Platz. Allerdings fand der Gröschel-Schützling in der vorentscheidenden Phase den Weg versperrt und musste von seinem Jockey neu aufgenommen werden, so dass alle Chancen dahin waren. Guignol, zuletzt Sieger im Großen Preis von Bayern, besaß ebenso wie Iquitos, keine Möglichkeit. Für Guignols neunten Rang gab es noch ein Preisgeld in Höhe von 75.000 Dollar.

Nach Alkaased im Jahr 2005 beherrschten seither ausschließlich Pferde des Gastgeberlandes den Japan Cup. So war es auch diesmal, als der von Yasuo Tomomichi aufgebotene fünfjährige Hengst Cheval Grand (Dritter im Jahr 2016) nach 2:23,7 Minuten als 133:10-Außenseiter mit Jockey Hugh Bowman den Zielpfosten passierte. Mit gewaltigem Speed war es ihm gelungen, mit eineinviertel Längen den stets in guter Manier führenden Vorjahressieger Kitasan Black und den japanischen Derby-Helden Rey de Oro abzufangen. Dieses Trio hatte sich weit von den anderen Kandidaten abgesetzt und unterstrich einmal mehr die enorm hohe Qualität der japanischen Pferde. Fünfter wurde der Ire Idaho.