Während sich am Eröffnungstag der 146. Bad Harzburger Rennwoche Christian Sprengel noch mit zwei dritten Platzen zufrieden geben musste, kam der Neue Bult-Coach am Sonntag auf der Rennbahn  am Weißen Stein zu einem Treffer.

Am Samstag belegte im Harz Energie-Cup, einem mit 15.000 Euro dotierten Ausgleich IV Premium-Handicap über 1.850 Meter, belegte die fünfjährige Stute City of Troy unter Leon Wolf den dritten Platz.

Auch im zweiten Premium-Handicap, dem  Preis der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, war Christian Sprengel mit einem Starter vertreten. In dem mit 18.000 Euro dotierten Ausgleich III über 2.000 Meter handelte es sich um Hans Georg Fabians Sporting Hunter, der ebenfalls Leon Wolff an Bord hatte. Auch Sporting Hunter passierte auf Platz drei den Zielpfosten.

Zum verdienten Sprengel-Treffer langte es am Sonntag, als Sweet Lady der Serie von dritten Plätzen ein Ende setzte und im Preis des Bad Harzburger Mineralbrunnens als Siegerin vom Geläuf zurückkehrte. Nach einem klugen Ritt von Patrick Gibson kam die nicht immer einfach zu händelnde Stute im Ausgleich IV über 1.850 Meter zu ihrem ersten Saisonsieg. Der Siegtoto betrug lukrative 9,2:1.

Kurze Zeit später hatte auch noch Bohumil Nedorostek mit Nightdance Giulia im WETTSTAR.de meets Harzburger Rennverein e.V. von 1880-Rennen (Ausgleich III, 1.550 Meter) eine Starterin. Zwar äußerte sich ihr Coach vor dem Rennen durchaus optimistisch, was ein gutes Laufen betraf, doch gelang es Nightdance Guilia nicht, dem heißen 1,8:1-Totofavoriten Daring Fire Sibylle Vogt) aus dem Gestüt Auenquelle ein Bein zu stellen. Unter Hakim Tabet zeigte die Nedorostek-Vertreterin aber als Zweite eine starke Leistung.

Akua`daro, aus dem Stall von Alicia Baum, hat es am Sonntag in Berlin-Hoppegarten knapp verpasst, seine Maidenschaft abzulegen. Der vierjährige Waldpfad-Sohn des Stalles Ninetysix Racing  musste sich im Sparkassen Sport-Preis über 2.000 Meter um eine halbe Länge geschlagen geben. Im Sattel saß Wladimir Panov.

Mit einer faustdicken Überraschung ist das IDEE 157. Deutsches Derby zu Ende gegangen: Der dreijährige Hengst Dardanos gewann als großer Außenseiter in Hamburg-Horn das wichtigste Galopprennen Deutschlands. Die Siegquote von 84,8:1 ist die höchste in der langen Geschichte des Derbys, das seit 1869 ausgetragen wird. Es zählt zur Europagruppe I, führt über die klassische Derbydistanz von 2.400m, und ist mit einem Gesamtpreisgeld von 650.000 Euro dotiert, davon 390.000 Euro für das Siegerteam.

Dardanos erwischte unter Jockey Wlademir Panov einen guten Start, gab dann zwischendurch die Führung ab, lag aber immer im Vorderfeld der 18 Teilnehmer. In der Zielgeraden griff Dardanos frühzeitig an und konnte sich am Ende sicher mit einer Länge Vorsprung gegen Chiefland, Salitos und Kairos durchsetzen. Auf dem fünften Platz folgte der ganz stark endende Quitos aus dem Quartier von Christian Sprengel, der ebenso eon großartiges Rennen lief.

Weniger gut lief es für die meisten Favoriten: Der aus England angereiste Bay Of Brilliance, Vierter im Englischen Derby, wurde Vorletzter. Nicht viel besser erging es dem hoch eingeschätzten Gostam als Zehnter. Der Gewinner des wichtigsten Derby-Vorbereitungsrennen, der Union-Sieger Englishman, wurde Sechster.

Im Sattel von Dardanos saß Wlademir Panov, seit vielen Jahren eine feste Größe im deutschen Rennsport. Es war allerdings erst sein fünfter Derbyritt, über einen neunten Platz war er bislang noch nicht hinausgekommen. „Es ist der Hammer – der größte Tag in meinem Jockey-Leben“, freute sich Panov, der immer wieder ungläubig den Kopf schüttelte, als er sich auf dem Geläuf mit Dardanos vom Hamburger Publikum feiern ließ.

Für Andreas Wöhler war es als Trainer bereits der sechste Erfolg. „Es bleibt ein einmaliges Erlebnis“, so Wöhler, der sich mit seinen beiden anderen Startern Gostam und Westminster Rocket aber deutlich bessere Chancen ausgerechnet hatte. Im Training habe sich gezeigt, dass sich Dardanos seit seinem zweiten Platz im Derby-Trial in Dortmund vor 14 Tagen enorm gesteigert habe, so Wöhler. „Doch um wie viel, das konnte keiner ahnen.“

Gezüchtet wurde Dardanos von Barbara Holubova aus Tschechien, sein Vater Soldier Hollow zählt zu den erfolgreichsten deutschen Deckhengsten der vergangenen Jahrzehnte. Es ist bereits der dritte Derbysieger für Soldier Hollow. Als Jährling ersteigerte der Stall Bergholz auf der BBAG Auktion im badischen Iffezheim Dardanos für 10.000 Euro. Hinter dem Stall stehen der Hamburger Hans-Wilhelm Jenckel und Friedrich von Lehnte. Der Rechtsanwalt aus Hannover und Aufsichtsratschef der VGH sowie des Hannoverschen Rennvereins hält zudem Anteile an der Besitzergemeinschaft Liberty Racing und war somit an den ersten vier Plätzen im Deutschen Derby 2026 beteiligt.

Einen Start-Ziel-Sieg gab es am Finaltag des Derbymeetings durch Windfang. Der vierjährige Soldier Hollow-Sohn stiefelte von der Spitze aus unter Bauyrzhan Murzabayev nach Hause und kam damit im John T. Essberger-Rennen, einem mit 22.000 Euro dotierten Ausgleich II über die Meile, zu seinem ersten Saisontreffer.

Kurz zuvor hatte sich der Trainingsgefährte Pearl of Japan an einem ersten Treffer für den Nedorostek-Stall versucht, doch langte es gegen einen deutlich besseren Gegner nur zu einem zweiten Platz.  Vanesa Csernak saß im Sattel. Der World Pool – NEO LIVING Cup (Ausgleich III, 2.200 Meter) war mit 18.000 Euro dotiert.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung schaffte es Königin Karlia in der Japan Racing Association Trophy, einem Maidenrennen für dreijährige Stuten über 2.000 Meter, auf den dritten Platz. Die Sprengel-Stute hatte Leon Wolff an Bord.

Am Samstag, dem vorletzten Meetingstag der Derbywoche, gab es zwei zweite Plätze für die Trainingszentrale Neue Bult.

Im Preis vom Stall Cloverleaf, einem mit 15.000 Euro dotierten Maidenrennen für die Dreijährigen über 2.200 Meter, kam Cemil Durans Camelot-Sohn Abdulhamid auf den zweiten Platz. Der Schützling aus dem Stall von Bohumil Nedorostek wurde von Thore Hammer-Hansen geritten. Der Sieg in diesem Rennen ging an den 20,7:1-Außenseiter Alsterjung (Leon Wolff), für den Trainer Axel Kleinkorres aus Mülheim a.d.Ruhr verantwortlich zeichnet.

Ein viertes Geld sprang im Hanshin-Cup, einem Ausgleich III Amazonenreiten über die 2.000 Meter-Distanz für Club Neue Bults Adio heraus, der Vanesa Csernak an Bord hatte.

Zum Ende der Veranstaltung konnte im Pokal der tip-top Gebäudeservice GmbH, einem Ausgleich I über die Meile, Alicia Baums Bowerchalke gute Akzente setzen. Die vierjährige New Bay-Tochter musste sich unter Wladimir Panov deutlich mit über drei Längen Montanus (Jack Mitchell) aus dem Stall von Yasmin Almenräder beugen.

Beim 16 Rennen umfassenden Donnerstag-Renntag in Hamburg-Horn ließ die hannoversche Trainingszentrale mit zwei tollen Ergebnissen aufhorchen:

Im Hauptrennen des Tages, dem mit 55.000 Euro dotierten und zur Gruppe III gehörenden Grossen Preis von Lotto Hamburg, lief Gestüt Brümmerhofs Soft Winds ein grandioses Rennen, kämpfte bis zur Linie, und hätte Besitzertrainerin Alicia Baum fast ihren ersten Gruppesieg beschert. Nach einem tollen Ritt von Wladimir Panov musste sich die fünfjährige Night of Thunder-Tochter aus der Godolphin-Zucht nur mit einem kurzen Kopf geschlagen geben. Der Sieg ging an Segura (23,5:1) aus dem Quartier des Kölner Trainers Andreas Suborics und mit Benjamin Marie im Sattel. Soft Winds hatte zuletzt in Baden-Baden einen Ausgleich I gewonnen, hatte in den Vorjahren für ihre damaligen Eigner aber auch in Irland und Frankreich gute Visitenkarten auf Listen- und Gruppelevel abgegeben.

Den ersten Sieg für die Hannoveraner markierte Christian Sprengel mit Znoop Digger. Dem kürzlichen Sieg in Mannheim ließ der fünfjährige Jimmy Two Times-Sohn in den Farben des Stalles September nun einen weiteren Erfolg folgen. Im Preis von Georgenthal/Thüringer Wald, einem Lauf der Fegentri World Championship for Lady Riders (Ausgleich IV über 2.000 Meter), kam der Sprengel-Schützling unter Lize Ghys-Dieteren ein weiteres Mal sicher zum Zuge (4,8:1).

Christian Sprengel untermauert damit erneut seine gute Stallform, die am kommenden Sonntag mit Quitos im Deutschen Derby die Krönung finden soll.

Am kommenden Sonntag wird die hannoversche Trainingszentrale durch Christian Sprengels Quitos im IDEE 157. Deutschen Derby vertreten sein. Sprengel wird in dem mit 650.000 Euro dotierten Gruppe I-Rennen über 2.400 Meter Gestüt Paschbergs Quitos satteln. Partner des dreijährigen Iquitos-Sohnes aus der eigenen Paschberger Zucht wird Oliver Wilson sein.

Bei der gestrigen Auslosung der Startboxen wurde dem hannoverschen Team die alles andere als ideal zu bezeichnende Startbox 19 zugelost. Doch jedes Derby hat seine eigenen Gesetze, denn auch im Vorfeld favorisierte Starter sind bei der Auslosung nicht gerade mit dem Glück im Bunde gewesen.

Hier finden Sie das Starterfeld für das IDEE 157. Deutsche Derby.

Der Hannoversche Rennverein wünscht Christian Sprengel für das Blaue Band Hals & Bein!

Gleiches gilt natürlich auch für die anderen hannoverschen Starter, die im Rahmenprogramm während des Derbymeetings zum Einsatz kommen werden.

 

In angenehmer Atmosphäre fand am Freitag bis in die Abendstunden der jährliche After Work-Renntag auf der Neuen Bult statt. 3.400 Zuschauer nutzten die Gelegenheit, bei spannenden Pferderennen ins Wochenende zu starten.

Highlight des Tages war der mit 30.000 Euro dotierte Hargassner Hannover – Steher Cup über 3.000 Meter. Auf der Zielgeraden teilte sich das starke, achtköpfige Starterfeld. Die richtige Spur fanden Wintertraum aus dem Stall von Waldemar Hickst, Waldadler sowie der als Favorit angetretene Narrativo. Jockey Rene Piechulek ließ es mit dem fünfjährigen Sieger bei dessen erstem Versuch über die weite Distanz ruhig angehen und griff erst spät an. „Wintertraum hatte damit keine Probleme, er ist vielseitig einsetzbar“, lautete das Urteil des Reiters.

Hier geht es zu den Bildergalerien

Hier geht es zu den Rennfilmen

Auf ein sensationelles Wochenende kann Neue Bult Coach Christian Sprengel zurückblicken. Bereits am Freitag landete Sprengel mit seinen beiden Startern in Mannheim-Seckenheim einen Doppelerfolg, und kam damit auf eine Erfolgsquote von 100 Prozent. Zunächst sicherte sich in den eigenen Farben Znoop Digger zu lukrativen Odds (6,8:1) den Jubiläumsrennen 75 Jahre Verband Südwestdeutscher Rennvereine e.V. (Ausgleich IV über 1.900 Meter). Im Sattel saß Elodie M.Palau Teruel. Für den leichten Zweieinhalb-Längen-Sieger und fünfjährigen Jimmy Two Times-Sohn war es der zweite Karrieresieg.

Doch damit nicht genug, wiederholte sich das Procedere eine halbe Stunde später. Dieses Mal war es Hans-Georg Fabians Sporting Hunter, der sich im Preis der B.A.U. GmbH & Co.KG durchsetzen konnte. Das mit 18.000 Euro dotierte Prämium-Handicap (Ausgleich III über 1.900 Meter) gewann der Hunter`s Light-Sohn als 3,7:1-Favorit sicher mit einer dreiviertel Länge. Auch hier war Elodie M.Palau Teruel der Partner des Sprengel-Vertreters.

Den krönenden Abschluss des Wochenendes für Christian Sprengel bildete jedoch der heutige Sonntag in Dortmund-Wambel. Im Hoffnungspreis – Derby Trial, einem mit 30.000 Euro dotierten Listenrennen über 2.050 Meter, galoppierte für seine Interessen Gestüt Paschbergs Quitos zur Startstelle auf. Unter Leon Wolff fand sich der Iquitos-Sohn mit einer Quote von 19,2:1 in der längsten Außenseiterrolle wider.

Bis weit in den Einlauf hinein hatte Quitos die letzte Position inne, zog dann ganz innen aber unwiderstehlich an und kämpte auf den letzten Metern noch Andreas Wöhlers Dardanos (Eduardo Pedroza) und den lange wieder der Sieger aussehenden Alter Meister (Augustin Madamet) aus dem Quartier von Waldemar Hickst nieder. Die beiden Vertreter aus dem Stall von Bohumil Nedorostek, Dastan (Thore Hammer-Hansen) und Abdulhamid (Erhan Yavuz) passierten auf den Plätzen vier und sechs die Ziellinie.

Das nächste Ziel von Quitos wird nun am 5. Juli in Hamburg-Horn das Deutsche Derby sein. (21.06.2026)

Bei den parallel stattfindenden Samstagveranstaltungen im Magdeburger Herrenkrug sowie auf dem Düsseldorfer Grafenberg sind einige Platzgelder für die hannoverchen Starter herausgesprungen.

Aus dem Stall von Bohumil Nedorostek kam Jeanine und Marcell Müllers Such A Royal im Preis der Hydro Wacht GmbH & Co. KG, einem Maidenrennen für die Dreijährigen über 1.550 Meter, auf den dritten Platz. Im Sattel des Kingman-Sohnes saß Vanesa Csernak. Der Sieg in dieser Prüfung ging an Gestüt Auenquelles Daring Fire, der sich unter Wladimir Panov als 1,6:1-Totofavorit hochüberlegen mit fünf Längen gegen die Dzubasz-Stute Duchessa (Michal Abik) durchsetzen konnte.

Ein weiteres drittes Geld gab es im Preis der Mitteldeutschen Wirtschaft 2026, einem Altersgewichtsrennen über 1.800 Meter, für die Trainingsgefährtin Nightdance Giulia, die Wladimir Panov an Bord hatte. Die Stute war für den zweiten Platz, und damit für ein besseres Geld, nur um eine Nase geschlagen.

Ebenso auf dem dritten Platz passierte im Preis der Republik Tadschikistan, unterstützt von WETTSTAR.de, einem mit 18.000 Euro dotierten Prämium-Handicap (Ausgleich III) über 1.300 Meter Sprintdistanz, Birgit Wagners dreifacher Saisonsieger Invincible Royale (Mirko Sanna) den Zielpfosten. Der fünfjährige Wallach und Inns of Court-Sohn sollte kurzfristig für einen weiteren Sieg vorgemerkt werden.

Im letzten Rennen der Karte im Herrenkrug ist auch Christian Sprengel nicht leer ausgegangen. Im Preis der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH (Ausgleich IV, 2.050 Meter) zeigte die fünfjährige Guiliani-Tochter City of Troy mit ihrem dritten Rang, dass sie schon bald zu ihrem ersten Karrieretreffer kommen sollte. Tomas Roman war der Partner der Sprengel-Vertreterin.

Hannoversche Interessen waren aber auch bei der parallel stattfindenden Veranstaltung in Düsseldorf vertreten. Dabei handelte es sich im Gottfried Schultz Audi Rennen, einem Altersgewichtsrennen über 2.100 Meter, um Gestüt Paschbergs Quebueno. Der von Bohumil Nedorostek aufgebotene achtjährige Adlerflug-Sohn unterlag unter Benjamin Marie mit einer Länge der Schlenderhaner 1,8:1-Favoritin Galene (Sibylle Vogt) aus dem Stall von Marcel Weiß. (21.06.2026)