Am Sonntag, 2. Oktober 2022, geht es auf der Galopprennbahn Neue Bult bayrisch zu, denn der Hannoversche Rennverein lädt zum traditionellen Oktoberfest-Renntag ein. Unter dem Banner der Sponsoren, der Privatbank ODDO BHF und der Metallbau Burckhardt GmbH kommen die Zuschauer nicht nur in den Genuss von neun spannenden Rennen, sondern können zu Wiesn-Hits feiern und typische Leckereien wie Brezn und Weißwurst genießen. Ein buntes Rahmenprogramm für die Kleinsten mit Mitmach-Zirkus, Streichelzoo und Kinderland wird es natürlich auch geben.

Die sportlichen Höhepunkte sind der Große Preis der Privatbank ODDO BHF, ein Auktionsrennen für 3-jährige Pferde über 2.000 Meter, das mit 52.000 Euro lukrativ dotiert ist, sowie der Große Metallbau Burckhardt-Preis, ein Listenrennen für 3-jährige und ältere Stuten über 2.200 Meter mit einer Gesamtdotierung von 22.500 Euro, das mit Gästen aus dem Ausland auch international besetzt sein wird.

Außerdem werden wieder Trachtenkönig und -Königin gesucht! Fesche Madln im Dirndl und schneidige Buam sind herzlich eingeladen, am traditionellen Trachtenwettbewerb vor einer prominent besetzten Jury teilzunehmen. Für die musikalische Begleitung des Renntages wird die Band Penny Sims sorgen.

Besucher, die in Tracht erscheinen, erhalten am großen Oktoberfest-Renntag außerdem freien Eintritt. Der Start zum ersten Rennen wird voraussichtlich um 13:15 Uhr erfolgen. Tickets können online zum Preis von 12,00 Euro oder am Renntag an den Tageskassen zum Preis von 14,00 Euro (Ermäßigungen für Schüler, Studenten etc.) erworben werden. (25.09.2022/kk)

Rebel’s Romance aus dem Rennsport-Imperium Godolphin von Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum hat den 60. Preis von Europa gewonnen.

Am Ende wurde es ein sicherer Sieg für den vierjährigen Wallach und Jockey William Buick in dem mit 155.000 Euro dotierten Gruppe I-Rennen über 2.400 Meter. Sammarco, Sieger im Deutschen Derby 2022 und im Großen Dallmayr-Preis, aus dem Kölner Quartier von Peter Schiergen zeigte eine sehr starke Leistung und wurde mit einer ¾-Länge dahinter Zweiter; die von Waldemar Hickst ebenfalls in Köln beheimatete Amazing Grace belegte den dritten Platz.

Trainiert wird Rebel’s Romance, der bereits Mitte August in Berlin-Hoppegarten den Westminister 132. Großer Preis von Berlin (Gruppe I), ebenfalls ein Rennen der höchsten Kategorie, gewonnen hatte, vom englischen Championtrainer Charlie Appleby in Newmarket. (25.09.2022/DG/wis)

Einen zweiten Platz, hinter dem zuletzt mehrfach in Grupperennen platzierten Schiergen-Schützling Fire Of The Sun (Bauyrzhan Murzabayev), belegte Petra Stuckes Namos am Samstag im Großen Preis der Landeshauptstadt Dresden. In dem mit 55.000 Euro dotierten Europagruppe III-Rennen über 1.400 Meter unterlag der von Dominik Moser vorbereitete und von Wladimir Panov gerittene sechsjährige Medicean-Sohn dem 3,2:1-Totofavoriten aus Köln mit eineinhalb Längen.

Unmittelbar nach dem Start hatte der spätere Sieger Fire Of The Sun das Kommando übernommen und bis ins Ziel nicht mehr aus der Hand gegeben. Namos, der sich stets im Mitteltreffen und in dritter Spur aufhielt, packte erst ganz zum Schluss besser an. Rubaiyat (Clement Lecoeuvre) aus dem Quartier von Henk Grewe sowie die Französin Donna Anna (Augustin Madamet) belegten die Plätze drei und vier.

Namos, zuletzt Fünfter in der Goldenen Peitsche in Baden-Baden, hatte sich zuvor mehrmals auf Blacktype-Ebene im Auslands versucht, und dabei in starker Gesellschaft, vor allem zur Jahresmitte im Prix de la Porte Maillot als Dritter auf Gruppe III-Parkett eine hervorragende Vorstellung abgegeben.

Einen hannoverschen Erfolg gab es dann aber doch noch: Im Ausgleich III über 2.000 Meter kam die von Janina Reese für den Stall Bergholz vorbereitete vierjährige Helmet-Tochter Clementine zu ihrem zweiten Saisontreffer. Im Sattel der 6,3:1-Chance saß Lebensgefährte Wladimir Panov.

Kurz vor seinem ersten Saisonerfolg sollte auch der Trainingsfährte Laterani stehen. Als 3,9:1-Totofavorit unter Wladimir Panov in die Startbox eingerückt, scheiterte die vierjährige Areion-Tochter im Besitz von Norbert Dudda an diesem Tag nur an dem überlegenen und nun dreifachen Saisonsieger Invincible Warrior (Jozef Bojko) für den Daniel Paulick verantwortlich zeichnete.

Gegen Ende der Veranstaltung in Seidnitz, machte ein vierter Platz von Agathe Christy (Lilli-Marie Engels) im Ausgleich IV über 1.900 Meter den Reese-Tag zu einer runden Sache. (25.09.2022/wis)

Während es dem letzten Starter von Christian Sprengel am heutigen Finaltag der Großen Woche in Iffezheim, Stall Elstorfs El Commandante (Andrasch Starke), nicht gelungen war, die Erfolgsserie des Trainers mit Platz 7 im Ausgleich IV über 2.000 Meter ausbauen, konnte der Neue Bult-Coach seine Serie in Quakenbrück fortsetzen.

In der Samtgemeinde Artland war es die vierjährige Stute Zeven Falls, die in einem turbulenten Jagdrennen zu ihrem ersten Erfolg über die Sprünge kam. Die Waldpark-Tochter aus der Zucht von Susanne und Jürgen Kleibömer und im Besitz des Stalles September von Marianne und Christian Sprengel war im Viererfeld die einzige Kandidatin, die den Kurs beenden konnte. Zwar hatte Zeven Falls in der letzten Diagonalen der Steeplechase, nach dem Ausfall des anderen Trios (darunter u.a. Bohumil Nedorosteks Victorio), auch ihre Probleme, doch kam die Stute letztlich als einzige über den 3.800 Meter langen Kurs. Im Sattel der 3,5:1-Siegerin saß Sonja Daroszewski. (04.09.2022/wis)

Zum Abschluss der Großen Woche in Baden-Baden gab es am heutigen Sonntag noch einmal einen Sieg für die hannoversche Trainingszentrale. Dabei stellte vor allem die dreijährige Stute Lady Horizon klar, dass ihr der Kurs in Iffezheim ganz besonders liegt.

Die Counterattack-Tochter aus dem Stall von Bohumil Nedorostek hatte ihren ersten Karrieresieg während des Frühjahrsmeetings erzielen und dabei die Sieglosenklasse verlassen können. Nun ließ Lady Horizon einen Ausgleich III-Sieg über 1.400 Meter folgen. Im Sattel saß Mikki Cadeddu, der seinem Anhang eine Siegquote von 5,5:1 bescherte. (04.09.2022/wis)

Rene Piechulek (35), Arc-Siegreiter und zuvor ständiger Jockey von Gestüt Auenquelles Torquator Tasso, bezwang mit dem von seiner Lebensgefährtin Sarah Steinberg (34) in München für den Stall Salzburg von Hans-Gerd Wernicke trainierten Mendocino den haushohen 1,7:1-Favoriten und Vorjahressieger Torquator Tasso mit einem Kopf-Vorsprung.

Mendocino war das einzige Pferd im vierköpfigen Aufgebot des mit 200.000 Euro dotierten Gruppe I-Rennens über 2.400 Meter, das bisher noch kein Grupperennen gewonnen hatte, doch war er u.a. Zweiter zur Klassestute Alpinista im zur Gruppe I zählenden Großen Preis von Bayern.

Nach einer Pause seit Juni kam sein heutiger Sieg ziemlich unerwartet, doch entschied am Ende auch die Taktik, da es unterwegs zeitweise kaum Tempo gegeben hatte. Alter Adler ging notgedrungen an der Spitze, und Torquator Tasso hatte an zweiter Stelle ein aufwändiges Rennen, während Mendocino am Schluss hinter Derby- und Dallmayr-Preis-Sieger Sammarco lag.

Im Schlussbogen drückte Frankie Dettori auf das Tempo und attackierte Alter Adler, der bald auf dem Rückzug war, dann hatte auf der Geraden der innen vorstoßende Co-Favorit Sammarco einen Moment. Daraus entwickelter sich zunächst ein Fight zwischen Sammarco und Torquator Tasso, doch dann zündete Rene Piechulek den Turbo von Mendocino und schaffte mit verblüffenden Reserven noch die knappe Wende gegen Torquator Tasso, hinter dem Sammarco als Dritter ebenfalls lange sehr chancenreich aussah. Vierter wurde Alter Adler. Mendocino entstammt der Zucht des Gestüt Brümmerhof von Julia und Gregor Baum. (04.09.2022/DG/wis)

Obwohl Christian Sprengel auf der Neuen Bult ein derzeit überschaubares Lot von lediglich einem Dutzend Pferden betreut, gibt es kaum einen Renntag, an dem der Coach in Iffezheim nicht auf dem Treppchen steht. Der dritte Meetingserfolg kam am Samstag zustande, als Lexi`s Dream bei ihrem 20. Lebensstart den Sieglosennimbus abstreifen konnte.

Im vergangenen Jahr noch in Irland im Training und in irischen Besitz, wechselte die Stute nach einem strammen Zweijährigen-Programm mit 9 Starts nach Deutschland. Bei ihren bisherigen 10 Starts unter Sprengel-Regie zeigte die Oasis Dream-Tochter viel Kontinuität, sammelte viele Platzgelder und kratzte mehrfach an ihrem ersten Sieg.

Der verdiente Erfolg ist ihr nun bei ihrem 11. Start unter Sprengel-Obhut gelungen: Mit Champion Bauyrzhan Murzabayev an Bord, kämpfte sich Lexi`s Dream knapp mit einem Hals Vorteil nach Hause (Siegquote 6,1:1). Der mit 10.200 Euro dotierte Ausgleich III über 1.000 Meter Sprintdistanz bescherte Besitzer Hans-Joachim Fenske aus Hannover eine Siegbörse von 5.000 Euro.

Für Christian Sprengel war es Saisonsieg Nummer 10. Auffällig: Im Sattel aller diesjährigen Sprengel-Sieger saßen entweder Bauyrzhan Murzabayev (4 Siege) oder Andrasch Starke (6 Siege) im Sattel.

Lexi`s Dream soll zukünftig auf längeren Distanzen aufgeboten werden. (03.09.2022/wis)

Seine großartige Badener Form hat einmal mehr Christian Sprengel untermauert. Nach zwei Siegen während der ersten beiden Tage der Großen Woche fehlte am heutigen Mittwoch, dem dritten Tag, lediglich eine Nase zu einem weiteren Erfolg für den Neue Bult-Coach.

Sprengel hatte im letzten Rennen der Karte, einem Ausgleich IV über 1.800 Meter, Neala für den Stall Matterhorn der Familie Albers gesattelt. Nach einer großartigen Kampfpartie auf weichem und aufgewühltem Untergrund, musste sich die vierjährige Isfahan-Tochter, die als zweite Favoritin in das Rennen gegangen war, Abayyah (Wladimir Panov) aus dem Stall von Friederike Schloms geschlagen geben. Im Sattel von Neala saß Andrasch Starke. (31.08.2022/wis)

Petra Stuckes Namos, 2020 Sieger in der Goldenen Peitsche (Foto), konnte nach letztjähriger Abstinenz in Deutschlands wichtigstem Sprintrennen seinen Titel leider nicht erfolgreich verteidigen. Der sechsjährige Medicean-Sohn aus Brümmerhofer Zucht hatte zu Beginn des Einlaufs unter Wladimir Panov zwar einen Moment, konnte aber nicht entscheidend zulegen, um in die Entscheidung einzugreifen. Namos landete im neunköpfigen Feld auf Platz fünf. Der Moser-Schützling hatte dabei mehr als fünf Längen Rückstand auf den Sieger, den aus England von Hugo Palmer nach Iffezheim entsandten 3:1-Favoriten Dubawi Legend (Ross Coakley). In dem mit 55.000 Euro dotierten Europagruppe III-Rennen über 1.200 Meter war Best Flying (Martin Seidl) aus dem Stall von Andreas Suborics bestes deutsches Pferd. Dritter wurde Irish Action (Andrasch Starke) aus Schweden. Vierter Gestüt Ittlingens Danelo (Eduardo Pedroza) aus dem Quartier von Andreas Wöhler. (28.08.2022/wis)

Erfolgreich, wie auch turbulent ging es für die Hannoveraner am Sonntag, dem zweiten Meetingstag der Großen Woche, in Baden-Baden zu. Zunächst stand Dominik Moser im Mittelpunkt des Geschehens, als der von ihm gesattelte Woodking im Ausgleich III über 1.400 Meter unter Wladimir Panov als Zweiter den Zielpfosten passiert hatte, die Rennleitung aber eine Überprüfung der Geschehnisse in der Zielgeraden einleitete. Was war passiert? Rund 400 Meter vor dem Ziel hatte der ursprüngliche Sieger, Maxim Pecheur mit Pavel Vovcenkos Water Diviner, die äußerte Spur an den Rails gesucht und war damit Woodking in die Quere geraten. Die Rennleitung befand dieses als rennentscheidend, da zwischen den beiden Erstplatzierten am Pfosten lediglich ein Hals lag. Für Dominik Moser bedeutete dieser glückliche Sieg das Ende einer Durststrecke, lag doch sein letzter Erfolg über zwei Monate und 28 Starts zurück. Für Moser war es der 11. Saisonsieg.

Glatter verlief dagegen der Auftritt von Christian Sprengels Vicente aus dem Stall Elstorf im Ausgleich II über 1.500 Meter. Zwar war auch hier ein Hals entscheidend, doch lief in der Endphase zu Gunsten des Hannover-Coaches alles glatt und störungsfrei. Christian Sprengel konnte sich damit über den zweiten Sieg während der noch jungen Großen Woche freuen. Wie schon tags zuvor bei Sporting Hunter, saß auch bei Vicente Andrasch Starke im Sattel (2,9:1). (28.08.2022/wis)