ParisLongchamp: Waldgeist gewinnt für deutsche Interessen den Qatar Prix de l`Arc de Triomphe – Gestüt Brümmerhofs Waldpfad im Prix de la Foret ohne Möglichkeiten

(06.10.2019/wis) Deutschland hat am Sonntag in ParisLongchamp erneut Galoppsportgeschichte geschrieben: Waldgeist, der von Andre Fabre in Chantilly vorbereitete Crack, triumphierte für die Gestüte Ammerland und Newsells Park im mit 5 Millionen Euro dotierten Qatar Prix de l' Arc de Triomphe (Gruppe I) über 2400 Meter.

Der von seinen Besitzern aus der Waldlerche gezogene fünfjährige Galileo-Sohn konnte mit Jockey Pierre-Charles Boudot den historischen Hattrick der Super-Stute Enable verhindern. Enable sah im Einlauf lange wie die Siegerin aus, musste sich letztlich aber mit dem zweiten Platz begnügen. Sie blieb am Zielpfosten vor dem französischen Derbysieger Sottsass sowie den O' Brien-Pferden Japan und Magical.

Waldgeist, im Vorjahr noch Vierter hinter Enable und nun als 14,1:1-Außenseiter am Toto unterschätzt, obwohl er den Prix Ganay und den Prix Foy zuvor auf diesem Kurs gewonnen hatte, hielt sich zunächst im hinteren Drittel des zwölfköpfigen Feldes auf. Enable hatte ein Traumrennen an vierter Position, während der im Großer Preis von Baden siegreiche Ghaiyyath bald die Spitze übernahm, doch wurde er im Einlauf frühzeitig „durchgereicht" und endete nur als Zehnter, einen Platz hinter dem dreifachen deutschen Gruppesieger French King. Auf der Zielgeraden schien lange alles nach Plan zu laufen für die auf 1,5:1 heruntergewettete Enable. Ihr Jockey Lanfranco Dettori beorderte sie bald an die Spitze und machte sich auf mehrere Längen von der Konkurrenz frei. Doch dann kam der große Auftritt von Waldgeist. Mit atemberaubendem Speed kam Waldgeist noch klar mit eindreiviertel Längen an Enable vorbei.

Für Waldgeist war es beim 14. Start sein 9. Erfolg. Die Siegbörse für die Gestüte Ammerland (75 Prozent der Anteile) und Newsells Park (25 Prozent) betrug 2.857.000 Euro. Die Gesamtgewinnsumme von Waldgeist erhöht sich damit auf über 4,3 Mio. Euro.

Ohne Möglichkeiten blieb dagegen Gestüt Brümmerhofs Waldpfad im Prix de la Foret. In dem mit 350.000 Euro dotierten Europagruppe I-Rennen über 1400 Meter kam der von Dominik Moser auf der Neuen Bult vorbereitete fünfjährige Shamardal-Sohn unter Andrea Atzeni als 12:1-Außenseiter als Letzter von 12 Startern über die Ziellinie.