Berlin-Hoppegarten: Itobo im Preis der Deutschen Einheit ohne Chance

(03.10.2020/wis) Es wurde leider nichts mit Itobos erfolgreicher Titelverteidigung im 30. Preis der Deutschen Einheit. In dem mit 40.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 2000 Meter war der Gröschel-Schützling unter Mikki Cadeddu ohne Chance.

Der Sieg ging an die von Miltcho Mintchev in Köln-Weidenpesch für Litex Commerce AD trainierte Stute Tabera. Für die dreijährige Gleneagles-Tochter, die in diesem Jahr schon zwei Listenrennen gewonnen hatte, war es der erste Gruppesieg. Mit 15 bis 20 Längen Vorsprung hatte Lukas Delozier Tabera, die als 4,2:1-Mitfavoritin in die Startbox eingerückt war, zeitig an die Spitze beordert und damit zeitig einen Ausreißversuch von den sieben Gegnern unternommen. In der Verfolgerposition waren zunächst der englische Gast Sky Defender und der 1,8:1-Favorit Wonderful Moon auszumachen.

In der Zielgeraden zog Tabera noch einmal an und hielt ihren immer geringer werdenden Vorsprung bis zur Ziellinie eisern fest. Sky Defender und Wonderful Moon setzten nach und kamen näher, aber der Zielpfosten stand für Tabera goldrichtig. Sky Defender war immer Zweiter und ließ den nicht ganz durchziehenden Wonderful Moon nie an sich vorbei. Deutlicher zurück überraschte Daring Light als Vierte vor Itobo, der aus dem Mittelfeld am Ende nicht mehr weiterkam. Dahinter folgten Kiss The Wind, Enjoy The Moon und Wissam. Für Tabera könnte als nächstes Ziel der Große Preis von Bayern Anfang November auf der Agenda stehen. 

Im Rahmenprogramm gelang es den Hannoveranern noch einige Platzgelder zu verdienen. Gleich bei Ihrem Lebensdebüt wusste die zweijährige Areion-Tochter und Gröschel-Vertreterin Walina zu überzeugen. Die Stute im Besitz und aus der Zucht von Dr.Dr. Christiane Otto belegte unter Martin Seidl in einer 1600-Meter-Prüfung den dritten Platz. 

Ebenso als Dritter passierte der unverwüstliche Trainingsgefährte Igneo im Ausgleich III über 2400 Meter den Zielpfosten. Auch hier war Martin Seidl der Steuermann. 

Und auch Godeberge aus dem Stall von Christian Sprengel wurde Dritter. Für den Vertreter des Stalles Hasserode von Harald Wildhagen hatte sich Sprengel einen Ausgleich II über 2200 Meter ausgesucht und Andrasch Starke für den Ritt verpflichtet.

Das zweite Hauptrennen des Tages, den Longines 130. Großer Preis von Berlin, der zur Europagruppe I-Kategorie zählt und über 2400 Meter führte, wurde von Torquator Tasso aus dem Gestüt Auenquelle gewonnen, hauchdünn vor Dicaprio und Kaspar. Auch hier saß Lukas Delozier im Sattel des Siegers, der aus dem Stall des Mülheimer Trainers Macel Weiß kommt. Grocer Jack war auf der Zielgeraden zwar zeitig in Position, musste aber schließlich mit dem vierten Platz zufriedengeben. Stex hatte das Feld lange angeführt und wurde Fünfte. Dahinter folgte Memphis. Von Satomi und Rip Van Lips war ebenso nichts zu sehen, wie von dem englischen Gast Communique.