Dresden: Platzgeld-Festival für Nedorostek - Gröschel verabschiedet sich als Trainer von seiner Geburtsstadt

(18.11.2020/wis) Das heutige Saisonfinale in Dresden-Seidnitz hatte gleich in zweierlei Hinsicht besondere Züge.

Da ist zunächst das Platzgeld-Festival von Neue Bult-Coach Bohumil Nedorostek zu nennen. Gleich in drei Rennen landeten seine Pferde in der Platzierung. Den Anfang machten die beiden ersten Rennen der Karte mit zwei Ehrenplätzen. Im einleitenden Rennen, einem Dreijährigen-Rennen über 1500 Meter, landete Sabine Goldbergs Amacord unter Nachwuchstalent Leon Wolff als 33,4:1-Außenseiter auf dem zweiten Platz. Der Sieg ging an den tschechischen Gast Dann Clifs, der als 66,8:1-Sieger die Quote in der Zweierwette auf 398,5:1 schraubte. Auf dem dritten Platz landete die Brümmerhoferin Shamdara (Wladimir Panov) aus dem Stall von Dominik Moser (7,8:1). Die Dreierwette mit den beiden Hannoveranern auf den Plätzen zwei und drei zahlte sage und schreibe 5.518,4:1.

Nur eine halbe Stunde später belegte der nächste Nedorostek-Schützling den Ehrenplatz. Hierbei handelte es sich um La Aluna, die nach Kampf mit einem kurzen Kopf Claudia Barsigs So Brave (Leon Wolff) unterlag. Partner der vierjährigen Soldier Hollow-Tochter La Aluna war Jozef Bojko.

Im Hauptrennen des Tages, dem zur Listenkategorie zählenden Großen Dresdner Herbstpreis, passierte die Nedorostek-Vertreterin Perfect Pitch als Dritte den Zielpfosten. Die sechsjährige Campanologist-Tochter aus Fährhofer Zucht und im Besitz von Sabine Goldberg musste als Sieger Sascha Smrczeks Dato und den von Markus Klug vorbereiteten Ittlinger Enjoy The Moon vor sich dulden. 

Und dann war da noch der emotionale Abschied von Hans-Jürgen Gröschel, der am 16. Juni 1943 in Dresden geboren wurde und nach seiner Lehre in Berlin-Hoppegarten 1973 den Trainingsbetrieb seines Vaters Hans Gröschel in Seidnitz übernahm, und in den Jahren 1975 bis 1986 11 Trainer-Championate in Serie erzielt hatte. Für den 16-maligen Trainer-Champion von der Neuen Bult hat sich mit der heutigen Verabschiedung durch den Dresdner Rennverein ein Kreis geschlossen: denn dort wo einst alles angefangen hatte, sattelte Gröschel heute seine voraussichtlich letzten beiden Starter. Ein sportliches „happy End“ in der Elbmetropole gab es jedoch nicht: die zweijährige Adlerflug-Tochter India aus dem Gestüt Ittlingen wurde Fünfte. Adaris im Ausgleich III Achter.