Gröschel-Serie hält in Hamburg-Horn auch im 27. Jahr – Trainer muss sich bis zum letzten Rennen des Meetings in Geduld üben – Nedorosteks Monete Zweite im BBAG Steher-Auktionsrennen

(12.07.2020/wis) Für Hans-Jürgen Gröschel hatte das Derbymeeting ein versöhnliches Ende. Nach vielen Platzierungen in den Rennen der vergangenen Tage stellte der Neue Bult-Coach im letzten Rennen des Meetings doch noch einen Sieger. Es war Martin Seidl im Sattel von Stall Indias Igneo, der eine 27 Jahre andauernde Serie von Gröschel aufrechterhalten konnte.

Dazu Martin Seidl, der bis zu diesem Zeitpunkt nur zwei Rennen gewonnen hatte: "Es war für mich ein Scheiss-Meeting. Und dann sagte mir Herr Gröschel auch noch, dass er seit 1993 noch nie ohne einen Sieger die Heimreise aus Hamburg antreten musste." Große Erleichterung dann nach dem Rennen (Ausgleich III über 2200 Meter) bei Reiter und Trainer. Die 27 Jahre andauernde Serie hat weiter Bestand. Igneo setzte sich als 9,4:1-Chance sicher mit eineinhalb Längen gegen Petite Paris (Trainer Marian-Falk Weißmeier/Jockey Adrie de Vries), Wikileaks (Trainerin Sarah Weis/Jockey Andrasch Starke) und Stall Steintors Shoemaker (Trainer Pavel Vovcenko/Jockey Carlos Henrique) durch. Für den vierjährigen Maxios-Sohn Igneo war es nach dem Erfolg am vergangenen Renntag auf der Neuen Bult der zweite Sieg in Serie. 

Ein großartiges Abschneiden galt es im Hapag Lloyd-Rennen, dem BBAG Steher-Auktionsrennen über 2200 Meter Bohumil Nedorosteks Schimmelstute Monete zu bescheinigen, die als 44,4:1-Außenseiterin den zweiten Platz belegen konnte. Die Jukebox Jury-Tochter im Besitz von Holger Renz aus Köln zeigte unter Marco Casamento an der Außenseite sehr viel Speed. Trotzdem musste sie die die 7:1-Siegerin Sahib`s Joy aus dem Stall von Peter Schiergen aber auf zweieinhalb Längen ziehen lassen. 

Und die Serie von zweiten Plätzen setzte sich auch für Christian Sprengel fort. Gestern noch mit Bishapur Zweiter, reichte es heute für Stall Hasserodes Godeberge (Baurzhan Murzabayev) im Ausgleich II über 2000 Meter ebsnso "nur" zum Ehrenplatz. 

Gleich im einleitenden Rennen der Karte passierte die Gröschel-Vertreterin Iringa in einem Stutenrennen über 2000 Meter als Dritte den Zielspiegel. Im Sattel der dreijährigen Wiener Walzer-Tochter, die sich langsam an ihren ersten Karrieretreffer heranzutasten scheint, saß Adrie de Vries.

Jeweils vierte Gelder gingen noch an die Quartiere von Bohumil Nedorostek und Domink Moser. Im Ausgleich II über 3200 Meter landete Par Coeur (Clement Lecoeuvre) ebenso auf dem vierten Platz, wie eine halbe Stunde später Dominik Mosers Sharoka mit Martin Seidl an Bord im Hamburger Stutenpreis auf Gruppe III-Parkett über die Meile. Besonderheit: Sharoka war dieses großartige Laufen in einer sensationellen Außenseiterrolle (59,1:1) gelungen. Die beiden weiteren Brümmerhoferinnen, Chilly Filly (Wladimir Panov) und Amabilis (Maxim Pecheuer) landeten auf den Plätzen sieben und acht. Der Sieg ging an den Gast aus Frankreich, Godolphins Half Light (Sofiane Saadi) aus dem Stall von Henri-Alex Pantall. Dahinter belegten Song of Life (Trainer Jean-Pierre Carvalho/Jockey Lukas Delozier) und Sanora (Trainer Andreas Wöhler/Jockey Jozef Bojko) die Plätze zwei und drei.