Köln: Donja überrascht im Preis von Europa

(15.08.2020/wis) Im der 58. Auflage vom Preis von Europa gab es am Samstag in Köln-Weidenpesch eine faustdicke Überraschung.

Das mit 77.500 Euro dotierte Europagruppe I-Rennen über 2400 Meter gewann die im Besitz von Darius Racing stehende und von Championtrainer Henk Grewe vor Ort trainierte vierjährigen Stute Donjah. Die Teofilo-Tochter und Vorjahresdritte kam als längste Außenseiterin im Feld zur Siegquote von 16,3:1 zum Zuge.

Mit Clement Lecoeuvre im Sattel war Donjah beim Erreichen des Einlaufs noch an letzter Stelle, als die Stute in äußerster Spur immer besser ins Rollen kam und sich am Ende nur noch mit dem Röttgener Kaspar als hartnäckigen Gegner auseinanderzusetzen hatte. 

Unterwegs war von der späteren Siegerin zunächst wenig zu sehen, während Hollie Doyle im Sattel von Dame Malliot vorne das Tempo machte. Die favorisierte Stute aus England führte mit mehreren Längen vor Kaspar, Grocer Jack, dem Vorjahres-Derbysieger Laccario und Godolphins Barney Roy. Donjah und Nagano Gold sah man am Ende des Feldes. Auf der Zielgeraden konnte Dame Malliot die Angriffe der Konkurrenz lange abwehren. Dann kam Kaspar immer besser auf, daneben hatte auch Barney Roy einen großen Moment, doch ganz außen verfügte Donjah in der Endphase über die größten Reserven. Nach einem spannenden Endkampf siegte Donjah schließlich mit einem Hals-Vorsprung. Kaspar, der kurz wie der Sieger aussah, lief als Zweiter ein großartiges Rennen. Dame Malliot musste am Ende beide Gegner passieren lassen und wurde Dritte, enttäuschte dabei aber keinesfalls. Godolphins Barney Roy, dem am Ende der Weg zu weit wurde, passierte als Vierter den Zielpfosten. Grocer Jack machte noch Boden gut, konnte Barney Roy aber nicht mehr vom vierten Platz verdrängen. Nagano Gold gab sich aus bester Lage ebenso geschlagen wie Laccario, der beim Comeback auf den letzten Platz zurückfiel.

Für Donjah war es der erste Sieg auf allerhöchster Ebene. Sie steigerte ihre Gewinnsumme damit auf 303.700 Euro.