Verband hat vorläufige Renntagsplanung erarbeitet

(10.04.2020/DG) Der Dachverband Deutscher Galopp plant nach eingehenden Beratungen des Präsidiums – vorbehaltlich der Abstimmung mit den zuständigen Behörden – die Wiederaufnahme des Rennbetriebs ab 1. Mai und veröffentlicht dafür heute ein komprimiertes Rennprogramm zunächst bis zum 15. Juni 2020. Es sieht bis auf weiteres Rennen ohne Zuschauer (sog. "Geisterrennen") auf jeweils nur einer Rennbahn vor, um regionale Angebote zu schaffen und die Transportwege der teilnehmenden Pferde zu minimieren.

Pandemieschutz weiter vorrangig. Abstimmung mit den Behörden erforderlich. Der Dachverband Deutscher Galopp plant nach eingehenden Beratungen des Präsidiums – vorbehaltlich der Abstimmung mit den zuständigen Behörden – die Wiederaufnahme des Rennbetriebs ab 1. Mai und veröffentlicht dafür heute ein komprimiertes Rennprogramm zunächst bis zum 15. Juni 2020. Es sieht bis auf weiteres Rennen ohne Zuschauer (sog. "Geisterrennen") auf jeweils nur einer Rennbahn vor, um regionale Angebote zu schaffen und die Transportwege der teilnehmenden Pferde zu minimieren.

Deutscher Galopp wird in der kommenden Woche ein Konzept für die Durchführung von Rennen mit Minimalbesetzung vorgeben, das auf die individuellen Verhältnisse vor Ort adaptiert und mit den zuständigen Behörden abgestimmt wird. Michael Vesper weiter: "Wir organisieren Rennsportveranstaltungen im gesetzlichen Auftrag als Leistungsprüfungen der Vollblutzucht. Wir sind sicher, den Vorgaben für die weiterhin notwendigen Einschränkungen verlässlich entsprechen zu können."Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, erklärt dazu: "Damit reagieren wir unter Beachtung aller notwendigen Kontaktbeschränkungen und Vorgaben auf die Corona-Krise, durch die der Rennbetrieb seit Mitte März ruht. Wir stehen buchstäblich in den Startboxen, um unsere Leistungsprüfungen eingeschränkt und ohne Gefährdung von Zuschauern und Rennsportbeteiligten wiederaufzunehmen."

Der Ausschluss von Zuschauern macht schmerzhafte Reduktionen notwendig, um die substanziellen Einnahmeeinbußen der Veranstalter abzumildern und damit die Durchführung der Rennen überhaupt erst zu ermöglichen. So werden die Rennpreise vorerst auf 50 Prozent der bisher vorgesehenen Beträge reduziert, der bisherige Mindestrennpreis von 3.000 Euro in den Basisrennen bleibt aber erhalten. Alle Funktionäre eines Renntags sind zudem gebeten, ihre Honorare zu halbieren. Die Wettanbieter Wettstar, pferdewetten.de und RaceBets verzichten auf ihre Provisionen und auf Buchmacherwetten. Sobald die Rennveranstaltungen wieder für Zuschauer geöffnet werden dürfen, werden selbstverständlich die Ausschreibungen wieder am ursprünglich geplanten Rennprogramm ausgerichtet. "Das ist eine Überbrückungsperiode zwischen der Phase ohne Rennen und derjenigen mit Rennen vor Zuschauern. Sie währt deshalb so kurz wie möglich und so lang, wie eben nötig", so Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp.

Zukünftig werden die Rennen in deutlich verbesserter Qualität vom Unternehmen Riedel produziert und mindestens für die Dauer der Corona-Krise kostenfrei und live auf der Webseite von Deutscher Galopp sowie auf diversen digitalen Kanälen und bei wettstar-pferdewetten.de übertragen. Des Weiteren laufen aktuell Verhandlungen mit TV-Sendern über die Aufnahme von Live-Rennsport in deren Programm. "Wir wollen das Beste aus dieser Lage machen und unseren großartigen Rennsport noch mehr Menschen präsentieren. Wir hoffen, so neue Fans zu gewinnen", erklärt Jan Pommer abschließend.