Zum Saisonabschluss: Mondlandung für Wonderful Moon, Lucky Lyrca entführt den Sieg nach Frankreich; emotionaler Abschied von Bult-Trainer Hans-Jürgen Gröschel

(25.10.2020/kk) An diesem Sonntag fand auf der Galopprennbahn Neue Bult das große Saisonfinale mit 11 Rennen, inklusive zwei Grupperennen und zwei Listenrennen statt.

Natürlich war dieses Rennjahr für alle Beteiligten ein ganz außergewöhnliches, nicht nur bedingt durch die Corona-Pandemie. Umso sentimentaler konnte man bei dem Abschied von Hans-Jürgen Gröschel werden, denn er erlebte den letzten Renntag auf der Neuen Bult vor dem Eintritt in seinen wohlverdienten Ruhestand.

Den ersten Tageshöhepunkt, das Sea the Moon-Rennen, gewann Belcarra für Markus Klug. In dieses Listenrennen für zweijährige Pferde, das über 1400 Meter führte und mit 12.500 Euro dotiert war, ging die Estidhkaar-Tochter mit Maxim Pecheur. Zweite wurde Nottingham, die Jan Korpas in Berlin Hoppegarten trainiert. Dritte war Dibujaba aus dem Quartier von Peter Schiergen. Belcarra_im_Portrait.jpg

Den Sieg im fünften Rennen und damit dem zweiten Highlight des Tages, dem Großen Preis der Besitzervereinigung, sicherte sich Wonderful Moon aus dem Stall von Henk Grewe. Im Sattel saß Andrasch Starke. Wonderful Moon kam in dieser Gruppe III-Prüfung, die mit 27.500 Euro dotiert war, in beeindruckender Manier zu einem leichten Sieg. Zweiter wurde Dato für Sascha Smrczek, auf dem dritten Rang kam Enjoy The Moon in den Farben des Gestüt Hof Ittlingen ein. Wonderful_Moon&Andrasch_Starke.jpg

Das siebte Rennen war der Große Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung, ein Gruppe III-Rennen über 2200 Meter, das mit 27.500 Euro dotiert war. Siegreich war die dreijährige Lucky Lycra aus dem Quartier von Francois Rohaut, die so das Rennen nach Frankreich entführte. Dem französischen Trainer gelang beim ersten Versuch auf der Neuen Bult damit direkt der ganz große Treffer. Im Sattel saß Thomas Thrullier. Zweiter wurde Sunny Queen für Henk Grewe, auf dem dritten Platz kam Snow mit Sibylle Vogt im Sattel ein. Lucky_Lycra_auf_dem_Weg_zum_Sieg.jpg

Der abschließende Höhepunkt war das neunte Rennen, der Große Preis der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Diese Prüfung auf Listenebene war mit 12.500 Euro dotiert und führte über 1400 Meter. Es gewann Majestic Colt, der von Andreas Wöhler in Gütersloh vorbereitet wird. Der fünfjährige Hengst gewann nach Kampf gegen den stark endenden Sugar Daddy, der von Lennart Hammer-Hansen trainiert wird. Dritte wurde die dreijährige Desobeissance aus dem Stall von Henk Grewe. Majestic_Colt_siegt.jpg

Den ersten quasi Heimsieg gab es im achten Rennen. Dort siegte die dreijährige Soldier Hollow-Stute Marshmallow passend im nach ihrem Vater benannten Soldier Hollow-Rennen. Im Sattel der Brümmerhoferin saß der amtierende und designierte Champion der Reiter Bauyrzhan Murzabayev, der an diesem Tag sage und schreibe fünf Rennen gewann.

Die letzte Starterin auf der Neuen Bult für Hans-Jürgen Gröschel war Belle Anglaise, die im neunten Rennen an den Ablauf und als Vierte ins Ziel kam. Schon im Vorfeld des Rennens wurde der Altmeister feierlich verabschiedet. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auf diesem langen Weg begleitet haben. Vor allem aber bei den Pferden und bei meiner Frau Renate, die mir in guten und schlechten Zeiten immer zur Seite stand", so Hans-Jürgen Gröschel, der sichtlich gerührt war. Abschied_Hans-Jürgen_Gröschel.jpg

Das letzte Rennen gewann Michael Cadeddu mit dem von Sascha Smrczek trainierten Hemingway. Nachdem er schon das erste Rennen des Jahres 2020 auf der Neuen Bult gewann, sorgte der italienische Jockey auch für den abschließenden Sieg dieser bewegenden Saison.

„Es war ein Jahr, in dem vieles anders kam als gedacht. Und dennoch ist es uns gelungen, einige Meilensteine zu setzen: Hannover war die erste Bahn europaweit, die nach dem Lockdown die Pforten öffnete, im Sommer hatten wir mit unglaublichen 14 Rennen einen rekordverdächtigen Renntag in der Geschichte des deutschen Rennsports, und heute haben wir mit der Tatsache, dass zwei Grupperennen an einem Tag ausgetragen wurden, abermals einen Rekord in der Geschichte des Hannoverschen Rennvereins markiert. Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass wir das Beste aus der Saison 2020 gemacht haben", so Matthias Seeber, Geschäftsführer des Hannoverschen Rennverein e. V.

Der Hannoversche Rennverein e. V. bedankt sich bei allen Aktiven, Zuschauern, Wettern und vor allem Pferden für neun tolle Renntage mit großartigen Momenten im Galopprennsport. Wir freuen uns, Sie im nächsten Jahr wieder auf der Neuen Bult begrüßen zu können.

Der Umsatz aus den 11 Rennen betrug 403.898,04 Euro.