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Lordano gewinnt den Grossen Preis von Tattersalls
AllgemeinKaum einen der 11.500 Zuschauer am Finalsonntag auf der Galopprennbahn in Baden-Baden hielt es auf dem Sitz: Das elektrisierende Finish im erstmals vom irischen Auktionshaus gesponserten Grossen Preis von Tattersalls (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.200 Meter) war an Spannung kaum mehr zu überbieten. Auf den allerletzten Metern eroberte der nunmehr auf Deutschlands Premium-Rennbahn auch beim dritten Start nicht zu schlagende Lordano für das Gestüt Ittlingen von Möbel-Unternehmer Manfred Ostermann aus Witten und Trainer Marcel Weiß (Mülheim) einen minimalen Vorteil von einem Kopf gegen den Favoriten Wilko und den lange wie der Sieger gehenden Queimados.
Zum ersten Mal saß Leon Wolff im Sattel von Lordano. Und der erst 21-jährige Kölner Jockey machte seine Sache auf dem sechsjährigen Adlerflug-Wallach ausgezeichnet. Bis weit in den Einlauf sah es nach einem Erfolg des nach sehr langer Pause erstmals wieder aufgebotenen Fährhofers Queimados oder des an den Außenrails heranstürmenden Wilko aus. Doch mit zunehmender Distanz wurde Lordano, der als Top-Steher bekannt ist, immer zwingender und sicherte die 40.000 Euro Siegprämie für das Gestüt Ittlingen. Beim 16. Auftritt war es sein neunter Treffer, der fünfte auf Gruppe-Parkett. 287.575 Euro beträgt nun Lordanos Gewinnsumme. Damit machte er sein Pech zuletzt in Hoppegarten schlagartig vergessen.
Pech war bei Wilko im Spiel, dessen Jockey Thore Hammer-Hansen in der entscheidenden Endphase des Rennens die Peitsche verlor. Dennoch war es abermals eine Top-Vorstellung des Grewe-Schützlings, der immerhin um eine halbe Länge Queimados auf Rang drei verweisen konnte. Auch Rashford blieb bestens dabei und hielt Rang vier, wobei er ebenso eine Störung hinnehmen musste wie Quest the Moon und der völlig unter Wert geschlagene zweite Ittlinger Narrativo auf dem achten und letzten Rang. Mansour baute nach der zeitweiligen Führung ab. Der ehemalige brasilianische Derbysieger Cold Heart war nie ein Faktor.
Magdeburg/Dortmund/Baden-Baden: Sprengel-Sieg durch Sporting Hunter – Serie von zweiten Plätzen
AllgemeinAm Himmelfahrtstag waren die hannoverschen Starter gleich auf drei Hippodromen vertreten. Und die Bilanz konnte sich sehenlassen:
Im Magdeburger Herrenkrug war Christian Sprengels fünfjährige Stute Ja Ich Will zwar als 2,3:1-Totofavoritin in die Startbox eingerückt, doch langte es nicht ganz zu einem Sieg. Von Janina Boysen auf Warten geritten, endete die Sprengel-Vertreterin aus hinteren Regionen wie auf Flügeln, konnte dabei aber Bernd Schrödls Slay The Dragon den Sieg nicht mehr streitig machen. Mit dem zweiten Platz in dieser Ausgleich III-Fegentri-Prüfung für Amateurrennreiterinnen über 2.050 Meter wusste Ja Ich Will aber vollauf zu überzeugen, und sollte schon in Kürze zu ihrem ersten Saisontreffer kommen.
Was Christian Sprengel in Magdeburg nicht gelang, wurde wenig später in Dortmund nachgeholt. Hier konnte der hannoversche Coach im letzten Rennen der Karte im Ausgleich III über 2.050 Meter mit Hans-Georg Fabians Sporting Hunter punkten. Im Sattel der 10,7:1-Chance saß Leon Wolff.
Zuvor hatte es bereits zwei zweite Plätze für die Quartiere von Bohumil Nedorostek und Janina Reese gegeben. Im Ausgleich IV über 2.050 Meter belegte Bohumil Nedorosteks Adio (Vanesa Csernak) aus dem Club Neue Bult e.V. als 16,5:1-Außenseiter ebenso den Ehrenplatz, wie zuvor in einem Sieglosenrennen über die Meile Janina Reeses Tonya (Wladimir Panov) in den Farben des Stalles Bergholz. Der Stute gelang dieses Kunststück zu hohen Odds von 29,7:1. Für die vierjährige Best Solution-Tochter war es erst der zweite Lebensstart.
Das vierte und damit letzte Platzgeld konnte in einem Sieglosenrennen für die Dreijährigen noch Stall Wolfswinkels Munro unter Wladimir Panov einstreichen. Auch hier zeichnete Janina Reese verantwortlich. Für Munro war es der dritte Karrierestart, bei dem er sich gegenüber den beiden ersten Auftritten deutlich verbessert zeigte.
Geld wurde auch beim ersten Tag des Frühjahrsmeetings in Baden-Baden verdient. Hierfür waren zwei Starter von Bohumil Nedorostek verantwortlich. Im Preis der Baden-Badener Hotellerie & Gastronomie, einem Listenrennen für Stuten über 2.200 Meter, passierte Dr. Christoph Burmesters Sweet Summer (David Liska) als längste Außenseiterin im Feld (26:1) auf Platz vier den Zielpfosten, und verdiente damit noch eine Börse von 1.875 Euro.
Wenig später lief es dann noch etwas besser, als der fünfjährige Trainingsgefährte Sturm in den Farben von Anja Samuel-Kaupa bei seinem Jahreseinstand im Ausgleich III über die Distanz von 1.800 Meter deutlich zum Sieger geschlagen auf dem zweiten Platz einkam. An Bord des 15,6:1-Außenseiters war Stalljockey David Liska. Der überlegene Viereinviertel-Längen-Sieg ging in dieser Prüfung an Peter Schiergens Totofavoritin Royal Spirit (2,4:1), die von Adrie de Vries gesteuert wurde. (30.05.2025)
Die Bildergalerien und Rennfilme vom Burckhardt Jubiläumsrenntag
Allgemein7.600 Zuschauer genossen am Sonntag ab dem späten Vormittag neun spannende Galopprennen auf der Neuen Bult. Der frühe Start des Burckhardt Jubiläumsrenntags war der Live-Übertragung in über 11.000 französische Wettannahmestellen geschuldet.
Im sportlichen Mittelpunkt stand der Große Preis der Burckhardt-Gruppe – Preis der Neuen Bult, ein mit 25.000 Euro dotiertes Listenrennen für dreijährige Stuten über 2.200 Meter. Mit Lady Charlotte setzte sich eine ungeschlagene Stute durch.
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Düsseldorf: Janina Reeses Classic Fleur auf der Siegerstraße
AllgemeinGegen Ende der letzten Saison kam die Reese-Vertreterin Classic Fleur immer besser in Schwung, blieb bei ihren beiden letzten Jahresstarts mit zwei zweiten Plätzen aber sieglos.
Bei ihrem vierten Jahresstart 2025 ist die vierjährige Harzand-Tochter aus dem Stall Goltermann & Friends nach einem Auftritt im Ausgleich IV (2. Platz) und zwei Starts im Ausgleich III (Platz 5 und Platz 7) nun am Sonntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg zu ihrem ersten Karrieretreffer gekommen.
In der schauinsland-reisen-Trophy, einem Ausgleich IV über 2.200 Meter, siegte Classic Fleur unter Wladimir Panov äußerst leicht mit dreieinhalb Längen. Der Erfolg wurde am Toto mit einer Siegquote von 8,7:1 belohnt.
Für Janina Reese, deren Stallform immer mehr an Fahrt aufnimmt, war es Saisonsieg Nummer 5. (26.05.2025)
Düsseldorf: Stutenklassiker geht überraschend an Lady Ilze
AllgemeinMit dem Sieg der dreijährigen Stute Lady Ilze (11,7:1) in den klassischen Horn & Company 105. German 1000 Guineas (dotiert mit 125.000 Euro und über 1.600 Meter) blieb der zweite Klassiker der deutschen Galoppsaison trotz starker Gäste aus dem Ausland am Sonntag in Deutschland.
Nach einem Rennen vom letzten Rang gewann die von Andreas Wöhler für das Westminster Stud von Marian Ziburske trainierte Klassestute mit tollem Speed unter Jockey Adrie de Vries sicher mit einer Länge. Die französischen Gaststuten D’Ores Et Deja (Fabrice Chappet/René Piechulek) und Place Fontenoy (Nicolas Clement/Thomas Trullier) landeten auf den Plätzen zwei und drei. Die Favoritin Flaming Stone endete nur auf Rang sechs.
Andreas Wöhler trainiert die Siegerin in Spexard bei Gütersloh. Es war der sechste Erfolg von Wöhler in den German 1000 Guineas, seit ihm 1995 der erste Treffer mit Tryphosa gelang. Der niederländische Spitzenjockey Adrie de Vries gewann den Stutenklassiker zum vierten Mal. (26.05.2025)
Lady Charlotte bleibt im Großen Preis der Burckhardt-Gruppe – Preis der Neuen Bult ungeschlagen
Allgemein7.600 Zuschauer genossen am Sonntag ab dem späten Vormittag neun spannende Galopprennen auf der Neuen Bult. Der frühe Start des Burckhardt Jubiläumsrenntags war der Live-Übertragung in über 11.000 französische Wettannahmestellen geschuldet.
Im sportlichen Mittelpunkt stand der Große Preis der Burckhardt-Gruppe – Preis der Neuen Bult, ein mit 25.000 Euro dotiertes Listenrennen für dreijährige Stuten über 2.200 Meter. Mit Lady Charlotte setzte sich eine ungeschlagene Stute durch, deren bisherige zwei Siege aus Polen jedoch schwer einzuordnen waren.
Siegjockey Adrie de Vries analysierte den Rennverlauf wie folgt: „Mir hat gefallen, dass sie sich unterwegs gut beruhigt hat und dann schön angepackt hat, als sie gefragt wurde. Ich denke, sie war heute noch nicht bei hundert Prozent. Ich sehe sie als Diana-Pferd.“ Gemeint ist der Preis der Diana, das deutsche Stutenderby – allerdings ist Lady Charlotte auch für das Deutsche Derby genannt. Im spannenden Endkampf setzte sie sich knapp gegen Nyra und Fire And Ice durch, die beide ebenfalls viel Talent zeigten.
Für de Vries, der bereits den ersten Saisonrenntag auf der Neuen Bult mit fünf Siegen dominiert hatte, war es der dritte Erfolg des Tages – nach Tina Al Gunay im 2. Rennen und Anatara im 3. Rennen. Letztere wurde ebenso wie Lady Charlotte von Andreas Wöhler trainiert, der damit zwei Tagestreffer verbuchte.
Über zwei Heimsiege durfte sich Neue Bult-Trainerin Janina Reese freuen. Gemeinsam mit Jockey Wladimir Panov gewann sie das Heinz Burckhardt Eröffnungsrennen mit Bacarda und das 5. Rennen, den TÜV Nord-Cup, mit Koffi Vulcano.
Doppelt erfolgreich waren außerdem Jockey Rene Piechulek mit Freak und Kämpfer in den Rennen 7 und 8 sowie Trainer Henk Grewe und Deutschlands Jockeychampion Thore Hammer-Hansen, die mit Loki und Glady Tiger das 4. Rennen und die Abschlussprüfung für sich entschieden.
Insgesamt wurden 232.952,72 Euro umgesetzt.
Weiter geht es auf der Neuen Bult am Pfingstmontag, dem 9. Juni, mit dem Renntag der Hannoverschen Volksbank. Im Mittelpunkt steht dann der mit 25.000 Euro dotierte Steher Cup über 3.000 Meter.
Tickets können bereits jetzt online zum Preis von 12,00 Euro erworben werden. Kinder bis einschließlich 12 Jahre erhalten freien Eintritt. Weitere Informationen und den Zugang zum Ticket-Shop finden Sie auf unserer Website.
Köln: Nedorosteks Windfang am Sonntag in den German 2,000 Guineas
AllgemeinWährend auf der Neuen Bult am Sonntag der Burkhardt Jubiläumsrenntag über die Bühne gehen wird, werden sich Bohumil Nedorostek und sein Stalljockey David Liska auf den Weg Richtung Weidenpescher Park machen.
Im Klassiker, den German 2,000 Guineas, wird Bohumil Nedorostek Windfang satteln. Der dreijährige Soldier Hollow-Sohn war zuletzt auf der Heimatbahn am 1. Mai leichter Start-Ziel-Sieger. Doch am Sonntag wird Windfang vor seiner bisher größten Aufgabe stehen. Die gilt es möglichst zu bestehen, damit der Traum vom Start im Deutschen Derby in die Tat umgesetzt werden kann.
Die Gegnerschaft ist in einem solchen Klassiker (Gruppe II, 125.000 EUR Dotierung, 1.600 Meter) aber nicht von Pappe. Dahingehend äußert sich auch der Trainer: „Windfang hat in Hannover sehr leicht gewonnen. Das sah sehr gut aus. Wir hatten durchaus Hoffnung, in den Guineas vielleicht in einen Geldrang laufen zu können. Durch die Nachnennungen sind nun aber drei Starke Pferde dazugekommen, was die Sache nicht einfach macht“, so der Trainer, der nun von einer Standortbestimmung spricht.
„Wir hoffen, dass wir einige Pferde hinter uns lassen können. Wenn wir Letzter werden, dann wissen wir auch woran wir sind. Das Rennen wird durch den Suborics-Schützling Lips Vega sicherlich sehr schnell werden. Ob Windfang letztlich die im Derby geforderten 2.400 Meter stehen kann, weiß ich noch nicht. Wir hoffen, dass wenn Windfang gut läuft, er eine Marke bekommt, mit der er für das Derby qualifiziert ist. Dann würden wir ihn gezielt auf die längere Distanz vorbereiten“, lautet das erklärte Ziel des Trainers.
Hier können Sie das Starterfeld einsehen.
(16.05.2025)