Que Bella, dreijährige Stute aus dem Turfsyndikat Baden-Baden, hat am Ostersonntag auf der Parkbahn von Berlin-Hoppegarten ein ordentliches Lebensdebüt gegeben.

Die Mastercraftsman-Tochter aus dem Quartier von Carmen Bocskai belegte im Volker Schleusner-Eröffnungsrennen, einer Prüfung für debütierende Stuten über 2.000 Meter, einen vierten Platz. Die noch sehr grün wirkende Stute hatte Mitte des Einlaufs einen guten Moment, kam aufgrund mangelnder Routine und Kondition aber nicht an die drei Erstplatzierten (Fire an Ice – Nurania – Grace de Vega) heran. Im Sattel der 12,3:1-Außenseiterin saß Corentin Berge.

Que Bella besitzt u.a. eine Nennung für den Preis der Diana. Das mit 500.000 Euro dotierte Deutsche Stutenderby (Gruppe I) kommt am 3. August auf dem Düsseldorfer Grafenberg zur Austragung. Ferner besitzt die Stute auch noch Nennungen für die Steher-Auktionsrennen in Hamburg, Baden-Baden, Mülheim und Halle.

Zwar ist es noch eine Woche hin, bis zum Nennungsschluss, doch zeichnet sich bereits jetzt eine tolle Resonanz der Aktiven für die Saisoneröffnung auf der Neuen Bult am 1. Mai ab.

Ein gutes Echo haben beide Listenrennen gefunden. Für den Sprint Preis über 1.300 Meter wurden bisher 12 Nennungen abgegeben. Darunter befinden sich eine ganze Reihe von etablierten Kandidaten der Blacktype-Klasse. Im Aufgebot findet man nicht nur den letztjährigen Sieger in der Silbernen Peitsche, Jean Pierre Carvalhos Schützenzauber, sondern mit dem Smrczek-Schützling Zerostress auch den Sieger in der Goldenen Peitsche 2023. Mit sechs Siegen bei neun Starts war Big Secret so etwas wie der Handicapper des Jahres 2024, den Sarka Schütz aus Berlin-Hoppegarten bis in die höchste Handicap-Klasse führte. Und dann ist da noch Danelo, der Vorjahressieger in diesem Rennen, der seinen Titel verteidigen will. Tim Donworth hat aus Frankreich seine beiden Vertreter Skylight Brochard und Eklairdegeny angemeldet, womit in dem mit 25.000 Euro dotierten Rennen ein Klassefeld zusammenkommen könnte.

Ebenso interessant besetzt könnte sich mit dem Hannoversche Stutenpreis das zweite Listenrennen präsentieren, das über die Distanz von 2.000 Meter ausgetragen wird. Hier hat es bisher acht Nennungen gegeben. Darunter befindet sich die letztjährige Gruppesiegerin aus dem Stall von Christian Sprengel, Princess Badee. Die Siegerin aus dem Hamburger Stutenpreis hat seit ihrem nichtssagenden Laufen in Baden-Baden während der Großen Woche eine Pause längere Pause erhalten. Auf ihr mögliches Comeback darf man sehr gespannt sein. Die vierjährige Al Wukair-Tochter im Besitz von Bastian Dietze ist bereits mit Mikki Cadeddu als Jockey angegeben. Mit Carmen Bocskais Diya aus dem Gestüt Brümmerhof könnte eine weitere Lokalmatadorin an den Start kommen. Die bestens gezogene Dubawi-Tochter war letztes Jahr Siegerin im Mülheimer Diana-Trial. Ein Wiedersehen könnte es mit Peter Schiergens Egina geben, der letztjährigen Zweiten aus dem Hannoverschen Herbst-Stuten-Preis. Sie wurde bereits mit Adrie de Vries an Bord vermerkt. Im Feld findet man auch die Baden-Badener Diana-Trial-Siegerin Hope an Believe mit Eddie Pedroza. Mit einer Dreierserie von Platzierungen auf Listenparkett ist die Französin Saxon Girl in die Winterpause gegangen. Die vierjährige Stute wird von Tim Donworth in Chantilly vor den Toren von Paris vorbereitet.

Auch in den anderen 8 Rennen deuten sich kopfstarke und gut besetzte Rennen an.

Am heutigen Montag war Streichungstermin für das IDEE 156. Deutsche Derby. Da neun Pferde aus dem Aufgebot gestrichen wurden, verbleiben noch 68 Pferde im Blauen Band, das am 6. Juli in Hamburg-Horn zur Entscheidung steht.

Von der Neuen Bult sind unverändert drei Pferde aus dem Stall von Bohumil Nedorostek eingeschrieben. Dabei handelt es sich um Darius Racings Waldgeist-Sohn Behruz, den Muhaarar-Sohn und Sieger im Herzog von Ratibor-Rennen Pompeo Dream, der sich im Besitz der Cometica AG befindet, sowie Klaus-Henning Schmoocks Soldier Hollow-Sohn Windfang.

In der Nennungsliste taucht unverändert auch Carmen Bocskais Kolumban auf. Der Best Solution-Sohn aus der Zucht des Gestüt Röttgen vertritt die Farben des Turfsyndikat Baden-Baden.

Der letzte Streichungstermin für das wichtigste Rennen des Jahres ist der 30. Juni.

Am Sonntag-Renntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg gab es erneut zwei zweite Plätze für die hannoversche Trainingszentrale.

In der Japan Racing Association Trophy zeigte Carmen Bocskais Alpina Express in den Farben von Markus W. Gräff bei ihrem Jahreseinstand eine starke Leistung. Die fünfjährige Sea The Moon-Tochter scheiterte unter Corentin Berge als 13,2:1 Außenseiterin lediglich dem Schiergen-Schützling und 2,3:1-Totofavoriten Alpenjäger ais dem Stall Nizza unter Sibylle Vogt.

Eine halbe Stunde später konnte auch Janina Reese (Foto) mit einem Ehrenplatz glänzen. Im Ausgleich IV über 2.100 Meter mit dem Titel Visit The Jockey Club’s English Racecourses, war Classic Fleur bis zum Ende dicht mit dabei. Die vierjährige Harzand-Tochter im Besitz von Stall Goltermann & Friends unterlag mit Wladimir Panov an Bord in einem Wimpernschlagfinale denkbar knapp mit einem Kopf. Die Stute präsentiert sich nach einem 5. Platz auf der Sansbahn im März damit weiter in aufsteigender Form und sollte in Kürze zu ihrem ersten Karrieretreffer kommen.

Im Alter von 83 Jahren ist am vergangenen Freitag Albert Kästner verstorben. Kästner hatte seine Lehre 1956 im Gestüt Ravensberg bei Trainer Hannes Kuhr absolviert. Nach dem Ende seiner Lehrzeit wechselte er 1960 im Alter von 19 Jahren nach Hannover auf die Alte Bult. Dort arbeitete er die folgenden 10 Jahre als Futtermeister für die Quartiere von Rudi Michaels und Heini Schütz.

1970 stellte Albert Kästner die Weichen noch einmal neu, in dem er die Trainerprüfung ablegte, und sich als Trainer des Stalles Steintor einen Namen machte. Zunächst noch für kurze Zeit auf der Alten Bult, und dann seit 1973 auf der in Langenhagen neu entstandenen Neuen Bult, der seinerzeit modernsten Rennbahn in Deutschland.

Weitere 10 Jahre später legte Albert Kästner die Prüfung zum Pferdwirtschaftsmeister mit Schwerpunkt Zucht und Haltung ab, und wurde Gestütsmeister auf den Gestüten Quellenhof, Isarland und Görlsdorf. Auf Görlsdorf steuerte er die züchterischen Geschicke nahezu über 20 Jahre. Anschließend zog es Kästner in die Pferdemetropole Warendorf, wo er seinen Lebensabend verbrachte.

Die letzten Jahre betreute Albert Kästner den Seriensieger Macan. Der Tertullian-Sohn gewann zwischen 2018 und 2024 sieben Rennen, zuletzt am 1. September des vergangenen Jahres in Quakenbrück. In seiner Trainerkarriere kam Albert Kästner auf mehr als 350 Erfolge.

Immer besser in Schwung kommen die Pferde von der Neuen Bult. Zwar ist am heutigen Sonntag-Renntag in Mülheim kein Sieg gelungen, doch präsentierten sich die Pferde aus Hannover glänzend aufgelegt, so dass in Kürze der erste Treffer folgen sollte.

Im Burger King-Auftaktrennen, einer mit 10.000 Euro dotierten 1.500 Meter-Prüfung für die Dreijährigen, hatte Ascot Royal aus dem Stall von Bohumil Nedorostek lange gutgehend das Kommando. Erst ganz zuletzt musste sich der Calyx-Sohn unter Stalljockey David Liska Peter Schiergens Dhitjari mit Sibylle Vogt im Sattel geschlagen geben.

Ascot Royal, der die Farben von Jeanine und Marcell Müller vertritt, wusste im vergangenen Jahr bei seinem Lebensdebüt am Renntag der Gestüte zu gefallen, als er in einer Zweijährigen-Sieglosenprüfung gegen seinen Trainingsgefährten Windfang einen überlegenen 5-Längen-Sieg einfahren konnte.

Nur eine halbe Stunde später galt Ähnliches für Kolumban aus dem Quartier von Carmen Bocskai. Der Best Solution-Sohn aus dem Turfsyndikat Baden-Baden hatte im vergangenen Jahr in Baden-Baden mit einem dritten Platz einen hervorragenden Einstand in der Youngsterklasse gegeben. Daran wusste Kolumban heute in einem Sieglosenrennen für die Dreijährigen mit einem zweiten Platz gleich nahtlos anzuknüpfen. Im Sattel saß Cortentin Berge. Der Bocskai-Vertreter musste lediglich dem Totofavoriten Rennstall Gestüt Hachtsees Zuckerhut aus dem Stall von Peter Schiergen den Vortritt lassen. In diesem Rennen belegte Bohumil Nedorosteks Son of England Platz sechs.

Eine gute Form zeigte auch Znoop Digger aus dem Stall von Christian Sprengel bei seinem Saisondebüt im Ausgleich IV über 2.000 Meter. Der vierjährige Jimmy Two Times-Sohn, der noch suf seinen ersten Karrieresieg wartet, passierte unter Amateurrennreiterin Janice Gecergün auf Platz drei den Zielpfosten.

Als stark gewettete Kandidatin entwickelte die von Bohumil Nedorostek gesattelte Winterweide im Ausgleich IV über 1.500 Meter viel Pech. In der Sekunde des Boxenöffnens sprang die fünfjährige Amarillo-Tochter im Besitz von Wilfried Greulich und Klaus Hufnagel ohne ihren Reiter David Liska aus der Startbox.

Die nächsten hannoverschen Starter könnte es am kommenden Sonntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg durch Carmen Bocskais Alpina Express und Janina Reeses Classic Fleur geben.

Für die Rennsaison 2025 sind stehen die folgenden Renntage fest:

  1. Hannover 96-Renntag, Donnerstag, 1. Mai 2025
  2. Familienrenntag, Sonntag, 18. Mai 2025
  3. Renntag der Hannoverschen Volksbank, 9. Juni 2025
  4. After Work-Renntag der Bauwirtschaft, Freitag 20. Juni 2025
  5. Ascot-Renntag, Sonntag, 24. August 2025
  6. VGH Oktoberfest-Renntag, Sonntag, 21. September 2025
  7. Renntag der Landwirtschaft, 5. Oktober 2025
  8. Renntag der Gestüte, Sonntag, 26. Oktober 2025

Tickets können an der Tageskasse oder vergünstigt im Online-Shop erworben werden.

Bei der Saisonpremiere im Weidenpescher Park zu Köln kamen am Sonntag auch fünf Pferde von der Neuen Bult an den Ablauf.

Mit einem zweiten Platz erzielte Shenmi aus dem Stall von Bohumil Nedorostek das beste Ergebnis. Die vierjährige Tai Chi-Tochter, die noch auf ihren ersten Karrieretreffer wartet, hilet sich unter David Liska unterwegs immer im Mitteltreffen auf, um im Einlauf an der Außenseite anzugreifen. Zwar wurde ersichtlich, dass es gegen den Roland Dzubasz Tamino kein Ankommen geben würde, doch kämpfte sich Shenmi in guter Manier bei seinem Saisoneinstand auf den zweiten Platz. Mit etwas mehr Kondition sollte Shenmi kurz vor seinem ersten Treffer stehen. Bei der Prüfung handelte es sich um einen Ausgleich IV über 1.850 Meter,

Noch nicht in Szene setzen konnten sich die Nedorostek-Vertreter Amazing Anna in einem Stutenrennen über die Meile als Neunte und Windfang in einem Sieglosenrennen über 1.850 Meter als Neunter (in diesem Rennen belegte Vivianus aus dem Stall von Christian Sprengel Platz sieben). Auch der Auftritt von Christian Sprengels Samburu im Ausgleich III über 2.100 Meter als Achter ist als Aufbaustart für die nächsten anstehenden Aufgaben zu werten.

Der deutsche Galopprennsport gewährt am 19. April 2025 einen exklusiven Blick hinter die Kulissen.

Beim „Tag der Rennställe“ öffnen sich die Tore von vielen Trainingsstandorten in ganz Deutschland, um Pferdefans und Interessierten einen Einblick in den Trainingsbetrieb von Galopprennpferden zu ermöglichen. In diesem Jahr wird erstmal eine Anmeldegebühr in Höhe von 5,- Euro pro Person erhoben. Der gesamte Erlös wird an einen wohltätigen Zweck gespendet.

Mit Rücksichtnahme auf die Tiere und den laufenden Betrieb finden die Führungen in Kleingruppen statt. Deutschlandweit lassen sich Galopptrainer/innen am „Tag der Rennställe“ bei ihrer Arbeit mit den wertvollen Vollblutpferden über die Schulter schauen. Bei einer exklusiven Führung erleben Besucher/innen die Vierbeiner bei der Morgenarbeit und erfahren Interessantes über die Haltung, die Fütterung und die Rennvorbereitung. Der Tag der Rennställe bietet jedem Pferdefreund und Rennsportinteressierten eine tolle Chance sich mit den edlen Galoppern anzufreunden und sich Expertentipps einzuholen.

Auf der Neuen Bult wird Trainerin Carmen Bocskai an der Aktion teilnehmen. Bocskai trainierte zunächst in der Schweiz und Avenches, bevor sie 2015 nach Iffezheim wechselte. Seit dem 1. Januar 2025 ist sie angestellte Trainerin am Rennstall des Gestüt Brümmerhof auf der Neuen Bult. Ihren ersten Gruppesieg feierte sie 2019 mit Winterfuchs im Dr. Busch Memorial.

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Tag der Rennställe 2025 – Besuch bei Trainerin Carmen Bocskai

Nicht weit, von ihrer alten Heimat, Iffezheim, entfernt, hat Carmen Bocskai am Samstag ihre ersten beiden Jahresstarter vom neuen hannoverschen Domizil aus gesattelt. Ziel war das Hippodrom in Straßburg-Hoerdt, zu dem zwei Kandidaten die Reise angetreten hatten.

Und beide Starter liefen im Prix de Hoerdt, einem mit 13.000 Euro dotierten Altersgewichtsrennen für vierjährige und ältere Pferde über 2.350 Meter in die Platzierung. Auf weichem Boden mussten sich Stall Pagasis Angely de Cluny (Stephane Breux) und Markus Gräffs Wintervogel (Corentin Berge) der siegreichen Kerekes-Stute Ellerstina zwar deutlich geschlagen geben, wussten aber dennoch bei ihrem Jahresdebüt auf den Plätzen zwei und drei zu überzeugen.

Am kommenden Sonntag, beim Auftakt in Köln-Weidenpesch, könnte Carmen Bocskai mit Gestüt Brümmerhofs Diya im Grand Prix Aufgalopp, und damit im ersten Listenrennen des Jahres vertreten sein.