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Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp: Deutliche Rennpreiserhöhung für 2023 und neue Peitschenregelung
AllgemeinBei der am Mittwoch stattgefundenen Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp e.V. in Hannover wurden das Rennprogramm 2023 und neue Regelungen in der Rennordnung verabschiedet.
Die Mitgliederversammlung hat am vergangenen Mittwoch in einer ebenso konzentrierten wie konstruktiven Atmosphäre wegweisende Beschlüsse gefasst und den Rennsport in Deutschland trotz aller Krisen gut aufgestellt. Deutscher Galopp wird mit einem nahezu ausgeglichenen Haushalt, mit deutlich höheren Rennpreisen und einem besser ausgestatteten Förderprogramm im Umfang von rund 2,2 Mio Euro in das neue Jahr gehen. Außerdem wurde die Regelung zum Einsatz der Peitsche deutlich verschärft: Künftig sind nur noch drei statt bisher fünf Einsätze erlaubt, die Strafen bei Übertretung wurden deutlich erhöht. Am Ende des Jubiläumsjahres des deutschen Galopprennsports kann resümiert werden: Das war ein gutes Jahr, trotz aller Schwierigkeiten, und wir blicken mit Zuversicht in die Zukunft“, sagt Dr. Michael Vesper, Präsident Deutscher Galopp e.V.
Förderprogramm 2023 und Rennpreiserhöhungen
Im Rahmen der Mitgliederversammlung haben sich alle Beteiligten auf das Förderprogramm 2023 mit einem Volumen von 2,2 Millionen Euro geeinigt.
Demnach wird der Spitzenrennsport mit 42 Grupperennen und 44 Listenrennen gestärkt und in diesem Zuge die Dotierung des Großen Preis von Baden auf 400.000 Euro verdoppelt sowie die Mindestdotierung aller Listenrennen auf 25.000 Euro erhöht. Mit Gesamtrennpreisen von 1,14 Millionen Euro stellen 19 Auktionsrennen weiterhin eine stabile und wichtige Säule mit attraktiven Verdienstmöglichkeiten dar.
Für die breite Basis sind Handicaps und Altersgewichtsrennen zahlenmäßig die wichtigste Kategorie. Hier wurde eine deutliche Verbesserung der Durchschnittsdotierungen der insgesamt 898 geplanten Rennen um 11,8 Prozent auf 7.004 Euro erreicht (Gesamtrennpreise von 6,29 Millionen Euro).
So werden zum Beispiel die Rennpreise bei Rennen für zweijährige und dreijährige sieglose Pferde an Premiumtagen auf 10.000 Euro erhöht; auch die Ausgleiche I und II werden im Rennpreisniveau deutlich angehoben (17.000 beziehungsweise 13.000 Euro).
Insgesamt ist geplant, im Jahr 2023 rund 13,15 Millionen Euro an Rennpreisen auszuschütten (12,4 Millionen Euro in 2022).
Gerhard Schöningh, Vizepräsident und Vertreter der Rennvereine im Vorstand von Deutscher Galopp: „Ich bin froh, dass wir uns nach hartem Ringen mit unseren Besitzerkollegen auf dieses Förderprogramm verständigt haben. Unser Fokus ist die deutliche Verbesserung der Anreize unterhalb des Spitzensports, um gerade kleine und mittlere Besitzer zu motivieren und attraktiv besetzte Rennen zu garantieren. Die Rennvereine werden dazu erhebliche Mittel bereitstellen.“
Gregor Baum, Präsident der Besitzervereinigung: „Nach langen, aber immer konstruktiven Verhandlungen mit der BGG und Deutscher Galopp konnten nun in fast allen Kategorien Mindestrennpreise festgelegt werden, die deutlich höher sind als in den vergangenen Jahren. In Zeiten erheblicher Mehrbelastungen ist die vereinbarte Erhöhung der Rennpreise insbesondere in den Maidenrennen, Handicaps und Listenrennen für alle Züchter und Besitzer ein wichtiges und notwendiges Signal.“
Neue Peitschenregelung und weitere Rennordnungsänderungen
Ab dem 1. Januar 2023 wird es in Deutschland eine neue Peitschenregelung geben. Demnach darf die Peitsche im gesamten Rennen nur noch drei statt bisher fünf Mal eingesetzt werden. Verstöße werden in Zukunft noch konsequenter und härter geahndet.
Des Weiteren wird es unter anderem eine GAG-Anhebung um 4 kg (bis 75 kg, danach bis 90 kg gestaffelt) sowie ein neues Mindest-GAG von 48 kg geben.
Deauville: Platz 11 für Parol im Prix Lyphard
AllgemeinGewohnt souverän hatte Parol im Prix Lyphard das Kommando übernommen. Mit einem deutlichen Vorteil hatte der Pastorius-Sohn unter Anthony Crastus dann auch die Zielgerade erreicht. Zunächst hatte man den Eindruck, als sollte der Nedorostek-Schützling in der Endphase zulegen können. Doch 200 Meter vor dem Ziel wurde Parol vom Großteil des Feldes überlaufen, und landete in dem mit 52.000 Euro dotierten Listenrennen über 1.900 Meter auf Platz 11. (29.11.2022/wis)
Deauville: Ein weiteres Ausland-Gastspiel von Parol
AllgemeinEin weiteres Gastspiel von Bohumil Nedorosteks Parol wird es an heutigen Dienstag im französischen Deauville geben. Der fünfjährige Wallach wird um 16:45 Uhr den Prix Lyphard und damit ein Listenrennen über 1.900 Meter bestreiten. In dem mit 52.000 Euro dotierten Rennen wird Anthony Crastus der Partner des Pastorius-Sohnes im Besitz von Dirk von Mitzlaff sein. (29.11.2022/wis)
Amarcord-Sieg in Mülheim
AllgemeinBeim heutigen drittletzten Grasbahnrenntag der Saison 2022 hat es noch einmal einen hannoverschen Erfolg gegeben. Für den Treffer sorgte Janina Reeses Amarcord in den Farben von Kristina Winter aus Hannover. Die fünfjährige Maxios-Tochter kam unter Wladimir Panov zu einem sicheren Eineinhalb-Längen-Erfolg im Ausgleich IV über 2.000 Meter. Die Stute aus der Zucht von Daniel Delius bescherte ihrem Anhang eine Siegquote von 7,6:1.
Zum Ende der Saison kommt Amarcord damit immer besser in Schwung. Vor zwei Wochen hatte Amarcord bereits einen Ausgleich IV über eine 300 Meter kürzere Distanz in Krefeld gewonnen, und avanciert damit nun zu einer Doppelsiegerin.
Im vorletzten Rennen der Karte kam der Trainingsgefährte Gedöns aus dem Stall Lilofee mit Wladimir Panov im Sattel im Ausgleich III über 2.000 Meter auf den vierten Platz.
Sprengel-Sieg in München – nun ab in den Urlaub
AllgemeinDie Grasbahnsaison für Christian Sprengel ist abgehakt. Der Neue Bult-Coach sattelte heute beim Saisonnfinale in München-Riem in den ersten beiden Rennen der Karte mit Zoey Lass (Andrasch Starke) und Zeven Falls (Swen Straßmeier) seine letzten beiden Starter auf Gras.
In der Zweijährigen-Prüfung kam Zoey Lass auf schwerem Untergrund auf den dritten Platz von vier Startern. Besser lief es für Zeven Falls, die das Ausgleich IV-Amateurrennen sehr leicht mit sechs Längen gewinnen konnte (12,1:1). Sprengel nach dem Rennen: „Eigentlich war Zeven Falls auf dieser Reise nur das Begleitpferd für Zoey Lass.“
Für Zeven Falls war es der dritte Jahressieg. Die vierjährige Waldpark-Tochter gewann zwei Rennen auf Ausgleich IV-Parkett und war zudem auf der Jagdbahn in Quakenbrück erfolgreich.
Für Christian Sprengel, der damit seinen 13. Saisonsieger satteln konnte, geht es morgen zusammen mit Ehefrau Marianne in den wohlverdienten Urlaub in die Sonne.
Saint-Cloud: Parol Dritter im Prix Tantieme
AllgemeinEinen dritten Platz hinter Skalleti und Mathletic belegte am Donnerstag im Prix Tantime, einem mit 52.000 Euro dotierten Listenrennen über 1.600 Meter, Dirk von Mitzlaffs Parol. Der von Bohumil Nedorostek auf der Neuen Bult vorbereitete fünfjährige Pastorius-Sohn wurde von Clement Lecoeuvre geritten und hatte im Ziel zweieinviertel Längen Rückstand auf den Sieger. Der dritte Platz wurde mit einer Börse von 7.800 Euro honoriert.
Parol-Start in Saint-Cloud
AllgemeinParol, fünfjähriger Wallach aus dem Stall von Bohumil Nedorostek, wird am heutigen Donnerstag auf der Pariser Rennbahn Saint-Cloud den Prix Tantième bestreiten. Das mit 52.000 Euro dotierte Listenrennen führt über die Distanz von 1.600 Meter. Parol wird auf sieben Konkurrenten treffen und von Clement Lecoeuvre geritten. Der Start des Rennens wird gegen 15:00 Uhr erfolgen.
Parol avancierte in diesem Jahr zum viermaligen Sieger. Gipfel seines Wirkens war Mitte Juni sein Sieg im zur Europagruppe III zählenden Großen Preis der Wirtschaft in Dortmund.
Mit dabei wird auch der von Sascha Smrczek auf dem Düsseldorfer Grafenberg trainierte True Tedesco (Maxim Pecheur) sein, der am Audi Ascot-Renntag auf der Neuen Bult das BBAG Auktionsrennen gewonnen hat.